Lehm Installation

Geschichte des Lehms

Wenn Gestein chemisch verwittert, entsteht ein Sediment. Lehm ist eine Mischung unterschiedlicher Materialien. Je nach Vorkommen und Entstehung unterscheidet man die verschiedenen Lehmarten.

Lehm besteht im Wesentlichen aus Ton, Sand (Quarz), Schluff (Feinstsand) und Kalk. In feuchtem Zustand ist er formbar, in trockenem Zustand hingegen fest. Lehm quillt, wenn Wasser zugegeben wird, beim Trocknen schwindet er. Das ist beim Bauen mit Lehm und Lehmbaustoffen zu beachten.

Lehm kann relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. dadurch wird die Luftfeuchte reguliert und ein  gesundes Raumklima geschaffen. Ungebrannte Lehmsteine, sogenannte Grünlinge, können innerhalb von 2 Tagen etwa 30 mal soviel Feuchtigkeit aufnehmen wie ein gebrannter Ziegel, wenn die relative Feuchte der Raumluft von 50 % auf 80 % steigt.  Messungen über einen Zeitraum von 5 Jahren in einem Wohnhaus mit Wänden aus Lehmsteinen, Lehmsträngen bzw. Leichtlehm ergaben, dass die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen das ganze Jahr über nahezu konstant war. Sie betrug im Mittel
50 % und schwankte lediglich um 5 %. Dies beugt dem Austrocknen der Schleimhäute vor und reduziert die Feinstaubbildung, kann daher vorbeugend bei Erkältungskrankheiten wirken.

Lehm speichert Wärme und kann durch passive Sonnenenergienutzung entscheidend zur Energieeinsparung beitragen. Durch den niedrigen Energieaufwand bei der Aufbereitung und Verarbeitung des Lehms ist das Bauen mit Lehm höchst umweltfreundlich. Nur etwa 1 % der Energie, die für die Herstellung von Mauerziegeln oder Stahlbeton notwendig ist, wird benötigt.